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Gegen einen übermächtigen Gegner Paroli geboten

HSV Nidderau - JSG Hainhausen/Obertshausen/Heusenstamm   38:24   (20:9)

Da man leider wieder nur auf einen sehr kleinen Kader mit lediglich zwei Auswechselspielern zurückgreifen konnte, waren die Voraussetzungen alles andere als prickelnd und die Wechselmöglichkeiten sehr begrenzt. Zu allem Übel verletzte sich auch noch einer unserer Jungs beim Aufwärmen und konnte erst nach etwa zehn Minuten eingesetzt werden. Dadurch musste schon bei der Startaufstellung improvisiert werden. Auch mussten heute die ein oder anderen neuen Positionen im Schnellverfahren erlernt werden. Hier geht ein ganz besonderer Dank an unseren Louis, der sich zum allerersten Mal an den Kreis gestellt und seine Sache prima gemacht hat.

 

Der Start in die Begegnung verlief für die Gäste dann auch alles andere als wunschgemäß. Kaum hatte man sich dreimal umgedreht, stand es 9:1 für die Nidderauer Hünen. Man hatte sich von der Statur der körperlich stark überlegenen und teilweise erwachsen wirkenden Gegenspieler einschüchtern lassen, die wie ein Schnellzug über die Jungs aus Hainhausen hinweg rasten. Das einzig wirklich schlimme daran war aber die Tatsache, dass die SGH Jungs sich scheinbar kampflos in ihr Schicksal ergaben. In einer Auszeit wurden deutliche Worte gefunden. Spiele verlieren darf man, aber nicht ohne Gegenwehr. Nach der Auszeit war dann auch eine klare Änderung der Einstellung zu erkennen. Bis zur Halbzeit lagen wir aber trotzdem mit 20:9 im Hintertreffen und ein Debakel bahnte sich an.

 

Doch nach der Halbzeit kam eine ganz andere Mannschaft aufs Feld zurück und agierte auf Augenhöhe mit den Gegnern. Im Angriff ging man mutig in die Lücken und in der Abwehr half man sich nun mehr und zwang die Gegner zu schlechten Würfen. So kam es, dass man die zweite Halbzeit nur mit vier Toren verlor, was gegen diesen Gegner ein riesen Erfolg ist. Zeitweise hatte man den Eindruck, dass die Gastgeber mit einem lockeren und glasklaren Sieg gerechnet hatten. Klar wurde er dann am Ende auch, aber eben mit toller Gegenwehr. Somit bestand für keinen ein Grund zur Traurigkeit, jeder hatte sein Bestes gegeben und gekämpft wie ein Löwe. Darauf lässt sich für die Zukunft auf jeden Fall aufbauen!

 

Fazit: Die Trainer sind richtig stolz auf die enorme Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte und den Kampfgeist des Teams. Da hat jeder für den anderen den Kopf hingehalten und gekämpft bis zum Umfallen. Auch wenn man in dieser Spielzeit vermutlich kaum Punkte wird sammeln können, weil der körperliche Aspekt oft den entscheidenden Unterschied machen wird, werden unsere Spieler aus solchen Partien ganz viel lernen können.

 

Es spielten: Lennard Gluth 4, Tommy Merkes 3, Niclas Pluntke 3, Janko Knezic 3, Louis Kilz 1, Luis Zirzow, Marvin Hellmich